Mainzer Polonicum

 

Seit dem Sommersemester 1983 ist dem Institut für Slavistik das sogenannte MAINZER POLONICUM (früher MAINZER MODELL) angegliedert, das von Prof. Dr. Alfred Gall geleitet wird. Es geht auf eine Initiative des Soziologen Prof. Dr. Wilfried Schlau aus dem Jahre 1979 zurück, in deren Folge an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein Modellversuch unter dem Titel „Einführung, Erprobung und Überprüfung studienbegleitender Jahreslehrgänge der Sprachen Ostmitteleuropas für Studierende aller Fachrichtungen in Mainz am Beispiel studienbegleitender Jahreslehrgänge der polnischen Sprache” (genannt Mainzer Modell) eingerichtet wurde. Nach einer dreijährigen Modellphase, finanziert aus Mitteln des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz, wurde aus dem Mainzer Modell eine am Institut für Slavistik angesiedelte Dauereinrichtung.

Das MAINZER POLONICUM bietet zweimal im Jahr einen Grundlehrgang der polnischen Sprache und Kultur (Kurs A / Kurs B) für Gasthörer und Studierende aller Fachbereiche ohne Polnischkenntnisse als Zusatzqualifikation an. Teil dieses Lehrgangs ist eine Exkursion nach Polen (nach Warschau oder Breslau).


Aktuelles

 

Karl Dedecius-Ausstellung im Mainzer Polonicum

Anlässlich des 100. Geburtstages von Karl Dedecius gibt es im Mainzer Polonicum die Ausstellung Między słowami - między  narodami / Zwischen Worten ­ - zwischen Völkern zu sehen. In Zusammenarbeit mit der Karl-Dedecius-Stiftung, dem Karl-Dedecius-Archiv, der Universität Łódź und dem Museum der Stadt Łódź werden bisher unveröffentlichte Archivmaterialien und andere Leihgaben präsentiert.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Plakat zur Veranstaltung.
Datum: 05. - 16.12.2022
Ort: Mainzer Polonicum (Hegelstr. 59, 4. OG)
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

Stellungnahme des Instituts für Slavistik, Turkologie und zirkumbaltische Studien zum Angriff auf die Ukraine

Wir – Akademikerinnen und Akademiker, die sich mit Sprachen und Kulturen Russlands und seiner Nachbarländer beschäftigen – verurteilen aufs schärfste die brutale Invasion Russlands in die Ukraine. Dieser ohne jegliche Provokation initiierte Angriffskrieg hat die Zerstörung der Ukraine als eines souveränen Staates mit einer demokratisch legitimierten Regierung zum Ziel und bricht mit allen Grundsätzen des Völkerrechts.
Ebenso verurteilen wir die entstellende Darstellung historischer und kultureller Hintergründe durch die offiziellen, staatlich kontrollierten Medien Russlands. Diese betreiben bewusst und permanent einen propagandistischen Missbrauch der Sprache, um diesem barbarischen Angriff gegen die Eigenständigkeit der Ukraine den Boden zu bereiten und weiterhin dieses menschenverachtende Vorgehen zu rechtfertigen. Unser tiefer Respekt gebührt in erster Linie den Ukrainerinnen und Ukrainern, die sich mutig und entschlossen dieser Aggression entgegenstellen.
Des Weiteren verurteilen wir aber auch die aktuellen Repressionen gegen die Zivilbevölkerung in Russland und zollen denjenigen Teilen der russischen Gesellschaft Respekt, die couragiert gegen das Vorgehen der Machthaber im eigenen Land Stellung beziehen. Nur wenn die politischen Eliten im Land diesem Beispiel folgen, werden sie ihrer Verantwortung gerecht werden.
Wir erklären unsere uneingeschränkte Solidarität und Hochachtung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine – im Bewusstsein, dass sie nicht nur ihr Land und ihre Freiheit, sondern die demokratischen Werte Europas sowie einer pluralistischen und friedfertigen Gesellschaft für uns alle verteidigen.

 

Zurückweisung des Vorwurfs der Exmatrikulation von Studierenden aus Russland

Medien in Russland haben behauptet, dass Studierende aus Russland an deutschen Universitäten exmatrikuliert werden sollen. Es handelt sich hierbei um eine Falschmeldung. Wir können garantieren, dass niemand an einer deutschen Universität aufgrund seiner russischen Herkunft bzw. Staatsangehörigkeit exmatrikuliert wird.

 

Neuigkeiten rund um das Polonicum sind auch auf Facebook unter "Mainzer Polonicum" zu finden.

 


Allgemeines

 

Postanschrift:
Mainzer Polonicum
Institut für Slavistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Saarstraße 21
D-55099 Mainz

Besucheranschrift (und Paketpost):
Mainzer Polonicum
Hegelstraße 59
4. Stock/ Raum 04-207
D-55122 Mainz

LAGEPLAN des Polonicums in der Hegelstraße

 

Sekretariat: Pascal Frankenberger M.A.
Tel.: 06131 39-38400
E-Mail: polonicum@uni-mainz.de
Sprechstunde: Do. 13:00 - 15:00 Uhr ∙ Telefonsprechzeiten: Mo., Di., Fr. 10:00 - 13:00, Do. 10:00 - 15:00 Uhr

 

 

 


Links

 

POINT - Das Portal der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit bietet täglich aktuelle Nachrichten und Veranstaltungstipps zu deutsch-polnischen Themen.


Polnisches Institut Düsseldorf - Zusammenarbeit des Mainzer Polonicums mit dem polnischen Institut Düsseldorf seit 2011.


Deutsch-Polnisches Netzwerk - Veranstaltungen, Neuigkeiten und Vernetzung rund um Polen. Teil des Gutenberg-Netzwerks der JGU.